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LE PLI

Aurélie Pertusot

Ausstellung: 15.8. – 19.9.2020

Sound-Performance: » sounds with no genre «: 10.9.2020 18 Uhr im Innenhof

„Die Einheit der Materie, das kleinste labyrinthische Element, ist die Falte, nicht der Punkt.“ Gilles Deleuze

Le Pli/ Die Falte: Ein beliebtes Thema seit dem berühmten Buch von Gilles Deleuze, jetzt als Kunstwerk, das Zeichen setzt. Einfacher, effektiver, aber auch signifikanter geht es nicht: die Falte im Raum!

„Le Pli“ ist ein Zwischenraum und wurde für die Ecke dieses Gebäudes entworfen. Der Installation liegt die Idee zugrunde, dass ein Winkel als unendlicher Raum betrachtet werden kann.
Als leichte Erweiterung eines massiven Gebäudes verwandelt sie die Wahrnehmung dieses Ortes und lässt eine Beziehung zwischen unserem Körper und dieser Architektur entstehen.

Die Arbeiten von Aurélie Pertusot verändern unsere geläufige Raum- und Zeitwahrnehmung, indem sie die Bezugspunkte verdreht und so auf eine unsichtbare, zugrundeliegende Realität aufmerksam macht. Sie erforscht die Übergänge von An- und Abwesenheit und spielt gleichzeitig mit Instabilität und Zerbrechlichkeit.
Ihre Installationen und Performances benutzen die vorhandene Architektur, um Formen und Räume zu erzeugen: sie offenbaren unsichtbare Räume, die bereits in der Vertiefung vorhanden sind. Dabei setzt Aurélie Pertusot auf alltägliche Materialien wie Seile, DIN A4-Papier oder Gläser.

 

 

 

VORSÄTZLICH UNGEHORSAM

Patricia Sandonis

Eröffnung Samstag, 15.8.2020, 19 Uhr

Ausstellung: 15.8. – 19.9.2020

„Das Gehirn ist ein raumzeitliches Volumen: an der Kunst ist es, neue, aktuelle Wege darin zu bahnen.“ Gilles Deleuze


Als visueller Kontrapunkt werden in der Ausstellung „Vorsätzlich Ungehorsam“ künstlerische Arbeiten aus unterschiedlichen Kontexten und Szenarien gezeigt, in denen eine Reihe von verstreuten Elementen eine homogene ästhetische Form annehmen. Die repräsentierten Situationen ereignen sich in Berlin und die Inszenierung lädt dazu ein, unerzählte Geschichten der letzten Jahre dieser Stadt zu entziffern.

Der Star ist einer der Bewohner, der seit Jahren in Berlin lebt. Dieser Vogel, der sich seit Beginn des neuen Jahrhunderts jeden Sommer- und Herbstnachmittag auf der Museumsinsel versammelt, um uns eine unvergessliche Choreografie zu bieten, verlässt nach und nach die Stadt, um in südliche Städte von Europa zu ziehen. Wissenschaftler aus der ganzen Welt haben einige Hypothesen aufgestellt, wie das kollektive Flugverhalten funktionieren könnte, an dem manchmal mehr als 100.000 Vögel beteiligt sind.

Eine Hommage an die junge Kunstszene ist auch die Installation „Das Kiez-Monument” als Erinnerung an den Späti „International“ in der Weserstraße, der vorübergehend eine wichtige Rolle in der Kunst-Underground-Szene in Neukölln gespielt hat. Dort fanden oft Ausstellungen und spontane Performances statt. Eine Säule aus bemalten Bierkästen, die den Eindruck erweckt, aus Marmor zu sein, bildet das Monument vor Ort.

Andere Arten von Säulen werden in der folgenden Installation „Sehnsucht nach Säulen“ vorgestellt, die uns eine Reihe von Bildvorschlägen zeigt. Die Säule hat, sowohl als architektonisches Element als auch als Denkmal, in Europa immer eine wichtige Rolle bei der Schaffung einer ästhetischen Identität gespielt. In dieser Installation sind Sie eingeladen, darüber nachzudenken, wie die Säulenruinen Berlins in einer imaginären Zukunft aussehen würden und aus welchen Materialien sie hergestellt würden.