17.02.18 – 28.03.18 zeilen & spalten

Eröffnung am Samstag, 17. Februar 2018 um 19 Uhr
Finissage am Mittwoch, 28. März 2018 um 19 Uhr

kuratorische Führung durch die Ausstellung am 07.03.18 um 17 Uhr

Mit Arbeiten von Christian Gode und Tim Stapel

Christian Gode | Transverse | 2015

Die Arbeiten von Christian Gode und Tim Stapel gehen dem Verhältnis von Dekonstruktion und Neuordnung, Fragment und Raum nach. Dabei beziehen sie sich nicht auf eine abstrakte Vorstellung von Raum, sondern auf die konkreten, ortsspezifischen Gegebenheiten der Galerieräume. Ihre in der Ausstellung eingerichteten minimalistischen Interventionen aus formalistischen Objekten, Architekturfragmenten und Text bilden eine immersive Kulisse. Geometrische Linien durschneiden Türschwellen, dekonstruieren den Boden und teilen Wände, aus denen verborgene Wandtexturen wuchern. Ihre Arbeiten wirken auf unterschiedlichen Ebenen wie verschiebbare Module, die es uns ermöglichen, die Vorstellung eines Ganzen umzusortieren.

Christian Gode, 1976 in Bochum geboren, studierte bis 2007 Kunst und Pädagogik an der Universität in Essen. In seinen Arbeiten geht es grundsätzlich um eine veränderte Betrachtung der räumlichen Wahrnehmung. Tapete, Teppichboden, Rigipswände aber auch Linien, Umrisse, architektonische Besonderheiten und konkrete Formen des Raumes, die wieder in diesen transferiert werden, bilden den Zugang für ein Spiel mit dem vorhandenen Raum. Zeitgleich bilden sie den Einstieg in den Raum des Imaginären. Bei Gode versteht sich das Imaginäre jedoch nicht auf einer erzählerischen Ebene, sondern auf einer rein Formalistischen. Seine räumlichen Dekonstruktionen platziert er gestalterisch reduktionistisch immer mit Bezug zum konkreten Raum, den er dadurch neu lesbar macht.
http://www.christiangode.de/

Tim Stapel | „o.T. (Randstücke)“ | 2015

Tim Stapel, 1979 in Braunschweig geboren lebt und arbeitet in Berlin. Im Jahre 2008 beendet er als Meisterschüler der Klasse von Prof. Frank Badur sein Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste Berlin. Stapel geht es in seinen Arbeiten um einen ortsspezifischen Gedanken. Der Raum ist bei ihm nicht nur Bezugspunkt, sondern er befindet sich bereits in den angewandten Mitteln, seiner von Architektur inspirierten Formsammlungen. Seine Arbeiten haben den Purismus der 1960er Jahre hinter sich gelassen und überraschen durch eine Aufhebung perspektivischer Eindeutigkeit. Die bildliche Intensität seiner Raumkörper und seiner Oberflächenstrukturen entziehen sich einer Raumwirkung und werfen Fragen der Konkreten Kunst neu auf.
http://timstapel.blogspot.de/