Linearen Resonanzen 2013

19. 1. – 16. 2. 2013 Lineare Resonanzen

Jeongmoon Choi, Veronike Hinsberg/Olf Kreisel, Tia Schmidt,
Arne Schreiber, Elisabeth Sonneck

Lineare Resonanzen Jeongmoon Choi-1Arne SchreiberTia SchmidtVeronike Hinsberg & Olf KreiselElisabeth Sonneck | für blindes grün
Lineare Resonanzen Jeongmoon Choi-1
Lineare Resonanzen Arne Schreiber

Arne Schreiber

Lineare Resonanzen Tia Schmidt

Tia Schmidt

Lineare Resonanzen Veronike Hinsberg & Olf Kreisel

Veronike Hinsberg & Olf Kreisel

Elisabeth_Sonneck_011

Elisabeth Sonneck | für blindes grün

Das Lineare widersteht; es widersteht dem Pessimismus, der Verzweiflung, der Stagnation, denn es zeigt die nächstliegenden Möglichkeiten auf. Linear heißt: einfach & gerade; im ethischen Sinn steht es für so unterschiedliche Kriterien wir Kontinuität und Verlässlichkeit, also Haltungen, die direkt und offen sind. Eine Kunst, die sich als linear versteht, ist genau mit dieser Bedeutung kodiert: in Objekten, Flächen, ganzen Räumen, die uns mit hochfliegender Klarheit, spurgenauer Gerichtetheit und tief berührender Weite herausfordern. So haben wir hier eine Kunst-Tendenz vor uns, die als Antipode zu Erfahrungen wie Unsicherheit und Verwirrung verstanden sein will. Und ganz speziell ist in ihr die seltene Einheit von mentalen und emotionalen Aspekten unseres Erlebens realisiert. So „lebensfern“ lineare Kunst auch manchem erscheinen mag, so intelligent ist sie doch und so reich an unverhofften Sensationen.

Das große + der Resonanz intendiert Begegnung, Berührung, Bewegung, also Formen der Korrespondenz, die sich exemplarisch dem höchsten Ideal verpflichtet zeigt, der Toleranz: „eine neue Welt zu schaffen, ohne in fremdes Leben einzugreifen“, wie es der Anarchist Gustav Landauer um 1900 formuliert hat, dem wir im gleichen Zusammenhang den bemerkenswerten Begriff der „Innenkolonisation“ verdanken. Damit sind nicht nur Expeditionen zum Entdecken von Schätzen im gemeinsamen Erleben gemeint, sondern tatsächlich der eignen inneren Größe & Weite. Eine Kunst, die dazu Anstöße gibt, nennt man zu Recht progessiv… Ihre Protagonisten denkt man sich ambitioniert, frei im Umgang, „Kundgebung strömt dauernd zwischen ihnen“ (Martin Buber). Aufzugeben ist nichts weiter als die eigene Beschränkung. Wahrlich utopisch.

Ralf Bartholomäus

 

www.jeongmoon.de

www.veronike-hinsberg.de

www.tiaschmidt.de

www.arneschreiber.de

www.elisabeth-sonneck.de