Nachsatz

 

* Im Nachdenken über diese und vorangegangene Ausstellungen (von Jeongmoon Choi, Veronike Hinsberg, Nana Kreft, Andreas Schmid) stellte sich immer neu die Frage, wie man diese Tendenz der gegenwärtigen Kunst – außer mit dem unglücklichen Begriff der „Installationen“ – bezeichnen könnte. Die Antwort lag eigentlich auf der Hand: intentional. Nur die formale Nähe zum Begriff der Intentionalität bei F. Brentano und E. Husserl schien dem im Wege zu stehen, weil diese einfach zu groß sind, der Terminus wie seine Autoren. Aber eine Anlehnung war gar nicht vorgesehen, denn unsere intentionale Kunst besteht autonom und disparat, also wiederum auch inspiriert von Intentionalität, wenn wir nur bedenken, dass alles Schöpferische mehr umfasst als der Summe seiner Teile intendiert ist, also transitiv „wirkt“, auf etwas gerichtet, das es selbst überschreitet und dennoch absolut bei sich bleibt, ohne jede Hinzufügung, interpretierend etwa. – „Die Analyse wandelt sich in die Untersuchung der Intuition“, sagt schon Lévinas ª. Von hier könnte eine zeitgemäße Kritik ausgehen, die keine Interpretationen mehr liefert, sondern Handlungs-Anleitungen, intentional …

 

[ª Emmanuel Lévinas, Von der Beschreibung zur Existenz. In: Die Spur des Anderen, Freiburg 1983, p. 69]

 

 

www.jeongmoon.de

www.veronike-hinsberg.de

www.nanakreft.com

www.andreasschmid.info

 

Veronike Hinsberg 2008Veronike Hinsberg 2010Jeongmoon Choi 2012Andreas Schmid, Archipele, 2011Nana Kreft 2012Nana Kreft 2012Nana Kreft 2012
Nachsatz Veronike Hinsberg 2

Veronike Hinsberg 2008

Nachsatz Veronike Hinsberg 4

Veronike Hinsberg 2010

Nachsatz Jeongmoon Choi

Jeongmoon Choi 2012

Andreas-Schmid-2

Andreas Schmid, Archipele, 2011

8_nana_ao_web

Nana Kreft 2012

9_nana_ao_web

Nana Kreft 2012

10_nana_ao_web

Nana Kreft 2012